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Tagesgeldkonto eröffnen

Wie funktioniert die Kontoeröffnung bei Tagesgeld?

Tagesgeldkonto-VergleichGerade die vergangenen Jahre zeigten besonders, dass fehlendes Vertrauen zwischen Kreditinstituten in der Regel zu hohen Zinsen führt. Zu groß war der Schock angesichts der Pleite des bis dahin renommierten Bankhauses Lehmann-Brothers. So waren die Banken gezwungen, sich das nötige Kapital über die Märkte zu beschaffen, was zu stark steigenden kurzfristigen Zinsen führte. Tagesgeldkonten waren dabei die Gewinner. Denn sie bieten ihren Kontoinhabern Zinssätze, die am Markt für kurzfristige Anlagen herrschen. Obwohl sich das Zinsniveau mittlerweile wieder deutlich abgekühlt hat, sind Tagesgeldkonten nach wie vor sehr beliebt. Denn es bietet Sicherheit bei sehr hoher Flexibilität. Zudem existieren zumeist keine Mindestanlagesummen.

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Zur Kontoeröffnung notwendige Unterlagen und Formalitäten

Wie bei der Eröffnung anderer Konten, ist auch im Rahmen der Kontoeröffnung des Tagesgeldkontos die Identifikation des zukünftigen Kontoinhabers notwendig. Dieser legt dazu einen Ausweis vor. Ersatzweise kann dafür ein Reisepass mit Meldebestätigung dienen. Ohne diese Unterlagen nehmen Banken und Sparkassen keine Kontoeröffnung vor. Rechtlich ist es so, dass die Eröffnung zwar stattfinden dürfte, eine entsprechende Identifikation bzw. Legitimation müsste jedoch zwingend bei der ersten Kontoverfügung getätigt werden. Um sich diesen Aufwand zu ersparen, verlangen die Kreditinstitute Ausweis bzw. Reisepass gleich bei der Kontoeröffnung.

Der zentrale Bestandteil der Kontoeröffnung des Tagesgeldkontos ist der Kontovertrag. Dieser wird zwischen Kreditinstitut und Kunde geschlossen und beiderseits unterschrieben. Er regelt alle Festlegungen bezüglich der Geschäftsverbindung – in Verbindung mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bei den meisten Instituten ist der Kontovertrag ähnlich dem eines Girokontos aufgebaut. Er enthält ähnliche Regelungen. Lediglich die auf mögliche Kontoüberziehungen bezogenen Festlegungen entfallen, da ein Tagesgeldkonto ausschließlich im Guthaben geführt werden kann. Dispositionskredite oder Ähnliches sind nicht möglich. Im Gegensatz zum Girokontovertrag wird im Kontovertrag für Tagesgelder in der Regel ein Referenzkonto festgelegt, das für Ein- bzw. Auszahlungen dient.

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos – Schritt für Schritt

Schritt 1 – Identifikation und Legitimation des Antragstellers

Wie bereits erwähnt, identifizieren und legitimieren Banken und Sparkassen ihre Kunden bei Kontoeröffnung. Laut Abgabenordnung ist dies zwingend vorgeschrieben. Denn Konten dürfen nicht auf fiktive Namen eröffnet werden. Im Rahmen einer Kontoeröffnung werden also die Daten des vorgelegten Ausweises oder Reisepasses (inkl. Meldebestätigung) technisch erfasst und gespeichert. Dies geschieht noch bevor das beantragte Konto eröffnet wird.

Schritt 2 – Hinterlegung des Antragstellers als Kunden

Ist der Antragsteller einer Kontoeröffnung noch kein Kunde des Kreditinstitutes, wird er zunächst als Kunde registriert. Dabei handelt es sich um eine technische Datenerfassung, welche die Voraussetzung für jede Kontoeröffnung darstellt. Sie wird allerdings nur einmalig vorgenommen. Hat ein Antragsteller bereits Konten bei der Bank bzw. Sparkasse, dann entfällt diese Datenhinterlegung.

Schritt 3 – Erstellung und Unterschrift des Kontovertrages

Der Kontovertrag bildet immer den wesentlichen Bestandteil der Kontoeröffnung. Er wird zwischen Kreditinstitut und Kontoinhaber geschlossen und enthält alle wesentlichen Festlegungen bezüglich des neu zu eröffnenden Kontos. Dazu gehören beispielsweise der aktuell gültige Zinssatz und eventuelle für die Verzinsung relevante Mindestbestände des Tagesgeldkontos. Allerdings ist zu beachten, dass es sich beim im Kontovertrag erwähnten Zinssatz grundsätzlich immer nur um einen temporär gültigen Zins handelt.

Die Konditionen des Tagesgeldkontos können jederzeit geändert werden. Auch der Erhalt von Kontoinformationen ist innerhalb des Kontovertrages geregelt. So senden viele Anbieter ihren Kunden die Auszüge kostenfrei per Post zu. Doch es besteht auch die Möglichkeit mithilfe des Internets Einsicht zu nehmen – eine entsprechende Freischaltung zur Online-Nutzung vorausgesetzt. In diesem Zusammenhang wäre jedoch auch die rechtskräftige Erstellung von Kontoauszügen per Online-Banking möglich. Das geschieht meist mittels Erstellung eines pdf-Dokuments zum Ausdrucken.

Zusätzlich zum Kontovertrag wird eine Unterschriftskarte erstellt. Diese enthält die Unterschriften alle verfügungsberechtigten Personen als Unterschriftsprobe. Anhand der hinterlegten Unterschriften können eingegangene Aufträge – meist in Form eines Überweisungsträgers – abgeglichen werden. Auf diesem Wege soll Überweisungsbetrug erschwert werden.

Schritt 4 – Gegebenenfalls einen Freistellungsauftrag stellen

Egal ob Bank vor Ort oder Direktbank im Netz: Nicht selten wird im Rahmen der Kontoeröffnung eines Tagesgeldkontos die Stellung eines Freistellungsauftrages vergessen. Liegt dieser nicht vor, muss das Kreditinstitut alle Zinserträge ihres Kunden besteuern und den Steuerbetrag ans Finanzamt abführen. Aus diesem Grunde sollten Kontoinhaber wenn möglich Freistellungsaufträge stellen, wofür ab sofort allerdings die persönliche Steueridentifikationsnummer des Kontoinhabers bzw. der Kontoinhaber notwendig ist. Die bei allen Kreditinstituten zusammen maximale Höhe des Freistellungsauftrages beträgt für Alleinstehende 801 Euro und bei zusammen veranlagten Ehegatten 1.602 Euro. Von einer Überschreitung dieser Beträge sei dringend abgeraten, da das Finanzamt diesbezüglich Stichproben durchführt.

Kontoführungsgebühr, Risiken und Startguthaben

Tagesgeldkonten gehören zu den Anlagekonten. Sie dienen demnach nicht dem Zahlungsverkehr oder als Gehaltskonto, sondern sind als Kapitalanlage gedacht. Somit existieren keine Kontoführungsgebühren, obwohl dem kontoführenden Kreditinstitut durchaus Kosten entstehen. Diese sind jedoch in den Konditionen verrechnet. Eine Bank wird in der Regel niedrigere Zinsen an ihre Anleger auszahlen, als sie im Rahmen der Anlage der betreffenden Gelder verdienen kann. Innerhalb dieses Abschlages werden betriebswirtschaftliche Kosten für die Eröffnung des Kontos, seine spätere Schließung oder die Kontoführung einkalkuliert.

Ein Grund für die Anlage von Kapital auf einem Tagesgeldkonto ist seine äußerst konservative Anlageausrichtung. Vor allem private Anleger legen derzeit großen Wert auf Kapitalerhalt. Das geht selbst so weit, dass für einige Anleger die Höhe der Erträge eher in den Hintergrund gerät. Neben der Sicherheit ist es auch die Flexibilität, die einen Vorteil des Tagesgeldkontos darstellt. Kontoinhaber können jederzeit Ein- und Auszahlungen.

Interessant: Einige Banken bieten für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos attraktive Boni an. So ist beispielsweise ein Startguthaben möglich, was die Kontoeröffnung für den Kunden noch lohnender macht. Unser Vergleich zeigt Ihnen entsprechende Angebote auf.

Schließung eines Tagesgeldkontos

Auf Tagesgeldkonten eingezahltes Kapital ist nicht fest angelegt, sondern kann jederzeit ohne Angaben von Gründen verfügt werden. Demzufolge sind auch Kontoauflösungen jederzeit möglich. Diese muss allerdings immer vom Kontoinhaber selbst vorgenommen werden. Eventuell benannte Bevollmächtigte dürfen diesen Schritt nicht vornehmen. Dabei wird die Bank bzw. Sparkasse die Legitimation des Auftraggebers prüfen, weshalb dieser Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung vorlegen muss – ähnlich wie im Rahmen der Eröffnung des Tagesgeldkontos. Ein großer Vorteil von Tagesgeldkonten gegenüber klassischen Sparbüchern besteht darin, dass keinerlei Kündigungsfrist existiert. Eine Kontoauflösung muss also nicht angekündigt werden. Auch sonstige Kosten, wie zum Beispiel die bei unangekündigten Sparbuchauflösungen für Beträge über 2.000 Euro anfallenden Vorschusszinsen, entstehen bei der Auflösung eines Tagesgeldkontos nicht.

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