Aktienentwicklung – Rückblick 2011

Dienstag den 10.01.2012

Die deutsche Aktienkultur steckt noch in den Kinderschuhen. Es sind nur die wenigsten Privatkunden, die tatsächlich Aktien im Bestand haben. Die aktuelle Entwicklung an der Börse erleichtert den Einstieg aber auch nicht unbedingt.

Aktienentwicklung: Prognose, Meinung, Realität

Wer sich Anfang 2011 die zahlreichen Prognosen für den DAX-Endstand angeschaut hat, muss sich heute vor Verwunderung nur die Augen reiben. Der aktuelle Stand ist weit von der Prognose entfernt. Dieses Spielchen gibt es jedes Jahr. Die renommierten Geldhäuser geben ihre Prognose ab – und ein Jahr später redet kein Mensch mehr darüber. Die meisten Prognosen taugen nichts, weil niemand die tatsächliche Entwicklung voraussehen kann. Sollte eine Prognose auf Sicht von einem Jahr zutreffen, dann handelt es sich dabei meist um einen Zufall.

Interessant ist auch die Tatsache, dass die großen Geldhäuser nicht nach der eigenen Prognose handeln und fast immer von steigenden Kursen ausgehen, wie auch die pressemitteilung-online.de mitteilte. Es stellt sich die Frage, für wen solche Prognosen bestimmt sind. Das Jahr 2011 war extrem volatil. Die hohen Schwankungen bei den Kursen schreckten die Anleger ab. Die Analysten gaben Kursziele aus und revidierten diese innerhalb weniger Tage wieder.

Die Schuldenkrise in Europa hatte die Börse im festen Würgegriff. Ein Ende ist auch derzeit nicht abzusehen – und trotzdem gibt es immer wieder auch Erholungsbewegungen. Über die Hälfte aller Umsätze an der Börse wird von den Computern gesteuert, die innerhalb von Sekunden mehrere Orders aufgeben und somit nur nach der Programmlogik handeln. Die aktuellen Nachrichten werden dabei komplett ausgeblendet. Allein der Trend ist entscheidend. Doch wer bestimmt den Trend?

Ein Verbraucher kann ziemlich einfach die Orientierung verlieren. Was tun in solchen Situationen? Eine abschließende Antwort gibt es hier nicht. Grundsätzlich gilt, dass höhere Volatilität mit hohen Risiken, aber auch mit hohen Chancen verbunden ist. Sparer flüchten in solchen Zeiten gerne in sichere Geldanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld.

Ausblick auf das Jahr 2012

Laut krisennews.com kühlt sich die konjunkturelle Entwicklung deutlich ab Die Schuldenkrise wird vermutlich nicht komplett gelöst sein. Die höchste Unsicherheit kommt von den Banktiteln – sollte die Schuldenkrise in Italien nicht bewältigt werden, drohen weitere Abschreibungen in großem Ausmaß. Interessant bleiben renditestarke Werte, die gerade in einer Niedrigzinsphase unabhängig von der Kursentwicklung für einen akzeptablen laufenden Ertrag in Form der Dividendenzahlung sorgen können.

Entscheidend ist die Entwicklung beim Thema Schuldenkrise – die bisherigen Lösungen sorgten nur für einen zeitlichen Aufschub. Sollte 2012 die Politik wieder nur Zeit gewinnen, könnte dies die Lage weiter verschlechtern. Sollte es keine einheitliche europäische Linie bei der Bekämpfung der Schuldenkrise geben, so kann es zu starken Marktturbulenzen kommen.