Deutsche Wirtschaft in “ausgezeichneter Frühlingslaune”

Sonntag den 24.04.2011

Deutschland hat nach der Wirtschafts- und Finanzkrise, die in 2008 ihren Anfang nahm, eine beachtliche wirtschaftliche Erholung vorzuweisen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sprach vor einiger Zeit gar von einem „XXL Aufschwung“ – und tatsächlich hat Deutschland mit seiner stark exportorientierten Wirtschaft schon kurz nach Krisenbeginn wieder langsam von der Erholung in den Schwellenländern und vor allem in Asien profitieren können. Die Spekulationen darüber, ob dieser Aufschwung in einen länger andauernden Boom münden könnte, wird von immer neuen Meldungen angefeuert.

XXL Aufschwung: setzt Deutschland den Wachstumstrend fort?

Um Vorhersagen zum Wachstum und zur Konjunktur treffen zu können, bedienen sich Ökonomen einem vielseitigen Instrumentarium. Es gibt Frühindikatoren, Präsensindikatoren und Spätindikatoren. Zu den Frühindikatoren, die wie der Name schon sagt, recht früh Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes in der Zukunft geben können, zählen Geschäftsklima- oder Konsumindizes. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist ein in den Medien oft betrachteter Frühindikator. Dieser hat aktuell recht gute Prognosen zu vermelden.

Ifo-Geschäftsklimaindex ist Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklung

Die aktuelle Prognose des ifo-Indexes spiegelt eine positive Stimmung der deutschen Wirtschaft wider – und das obwohl in den vergangenen Wochen oft auch dämpfende Meldungen durch die Presse gingen. Im April misst der Index einen Wert von 110,4 Punkten und verbucht damit zwar einen leichten Rückgang, der aber keineswegs Anlass zur Beunruhigung ist. Auch mit diesem Niveau liege der Index noch weit über dem letzten Rekordhoch, das zur Wiedervereinigung gemessen wurde. Auch diesmal verkündet Rainer Brüderle wieder, dass er mit der Entwicklung absolut zufrieden sei. Die Stimmung der deutschen Wirtschaft interpretierte er anhand des Index als „ausgezeichnete Frühlingslaune“.