Schweizer Großbank UBS hat Krise überwunden

Mittwoch den 27.04.2011

Gestern herrschte große Erleichterung: Die Schweizer Großbank UBS hat offenbar das Gröbste überstanden. Die Bank präsentierte gestern die Geschäftszahlen für das erste Quartal des Jahres 2011 und konnte damit zufriedenstellenden. Der UBS ist es wieder gelungen, das Vertrauen bei Kunden und Nichtkunden zurückzugewinnen. Das war so schnell eigentlich nicht absehbar, schließlich war die Schweizer Großbank im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise eines der am härtesten davon getroffenen Institute.

UBS in der Krise: Rettung durch den Staat und erhebliche Verluste

Milliardenschwere Verluste, immenser Abfluss von Einlagen und letztlich sogar noch die Rettung durch den Staat – all dies waren die Folgen, die die UBS verkraften musste. Dies hat sie ganz gut getan. Das Vertrauen der Kunden zumindest scheint die Bank zurückgewonnen zu haben, denn sie kann wieder erhebliche Mittelzuflüsse ihrer Kunden verbuchen. Zu aller Überraschung nicht aus der Schweiz, sondern vor allem auch aus Asien. Die größten Einzahler, so wurde mitgeteilt, seien neureiche Asiaten.

Mittelzuflüsse aus Asien – schwaches Investment-Banking

Die größte Stellschraube, die den Gewinn von Großbanken beeinflusst, ist traditionell das Investment-Banking. Auf diesem Geschäftsfeld hat die Schweizer UBS noch nicht wieder an das Vorkrisen-Zeitalter anknüpfen können. Hier gilt es noch einiges wieder aufzuarbeiten. Dennoch reichten die positiven Meldungen der UBS für einen ebenso positiven Branchenausblick: Morgen präsentieren weitere Großbanken, darunter auch die Deutsche Bank, ihre Quartalszahlen. Die Aktien konnten nach den Meldungen der UBS bereits von dem positiven Ausblick profitieren. Ob sie den Vermutungen auch entsprechen, wird sich morgen zeigen.