Tagesgeld: bessere Alternative zu Strumpf und Kopfkissen

Donnerstag den 28.04.2011

Es gibt ihn doch noch: den Strumpf mit Bargeld im Kleiderschrank. Wie neueste Studien und repräsentative Umfragen nun bewiesen haben, ist es immer noch eine Präferenz der Bundesbürger, größere Summen an Bargeld zu Hause zu parken. Denn hier ist das Geld vermeintlich sicher, man kann es nicht verlieren und kann somit Wertbeständigkeit erzielen und Verluste ausschließen. Zumindest ist das die Argumentation derjenigen, die es so handhaben. Und das sind immerhin schätzungsweise 30 Prozent aller Bundesbürger.

30 Prozent der Bundesbürger halten größere Bargeldsummen zu Hause

Dass man mit dieser Argumentation nicht ganz richtig liegt, ist in wenigen Sätzen und mit scheinbar trivialen Argumenten erklärt. Zum ersten ist es natürlich so, dass Verluste augenscheinlich begrenzt sind. Schließlich wird das Geld physisch nicht weniger. Berechnet man allerdings die Inflationsrate ein, was zwingend erforderlich ist, dann kann man anhand dieser Rate ablesen, um wie viel Prozent die Kaufkraft des Geldes im Sparstrumpf sinkt. Dies sind Kaufkraftverluste, die man bei der Geldhaltung in Bar nicht verhindern kann – und bei aktuell 2,4 Prozent Inflation in Deutschland sogar relativ hoch sind. Erwirtschaftet man mit dem Geld keine Rendite, um diese Kaufkraftverluste auszugleichen, ist die Barhaltung eine schlechte Anlageform. Da man mit Geld im Strumpf keine Rendite erzielen kann, ist dies faktisch immer der Fall.

Problem der Bargeldhaltung: Kaufkraftverluste durch Inflation

Die Alternative zur Geldhaltung in Bar sind ganz klar Tagesgeld- und Festgeldkonten. Da davon auszugehen ist, dass Bargeldhalter sich volle Flexibilität und Sicherheit garantieren möchten, steht das Tagesgeld an erster Stelle. Auf Tagesgeldkonten gibt es aktuell eine annehmbare Verzinsung, die zumindest in der Lage ist, den Kaufkraftverlust durch Inflation auszugleichen. In der Regel sind die Einlagen flexibel verfügbar und auch absolut sicher. Je nach Bank profitiert man sogar von einer staatlichen Einlagensicherung. Um Kaufkraftverluste durch anziehende Inflation zu vermeiden, sollte man also durchaus überlegen, ob man das Geld nicht doch lieber auf Tagesgeldkonten statt im Kleiderschrank parkt.