Deutsche Bank: Eigenkapitalrendite nahe bei 25 Prozent

Freitag den 29.04.2011

Mit einem Anstieg der Deutschen Bank Aktie von 4 Prozent am gestrigen Tage haben die Aktionäre der größten Bank Deutschlands die erfreulichen Nachrichten über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal honoriert. „Gewinnmaschine Ackermann“ – so titelt heute das Handelsblatt in der Wochenendausgabe und bezieht sich damit auf die beeindruckenden Geschäftszahlen. Allein im ersten Quartal erzielte die Deutsche Bank eine Eigenkapitalrendite von 24 Prozent. Damit sind die 25 Prozent Rendite, die Josef Ackermann vor einiger Zeit mal als Wunschziel geäußert hatte und dafür scharfe Kritik erntete, in sehr erreichbare Nähe gerückt.

25 % – Renditeziel der Deutschen Bank fast erreicht

Die Strategie der Deutschen Bank ist offensichtlich voll aufgegangen. Für das Gesamtjahr 2011 stellt sich Ackermann einen Vorsteuergewinn von insgesamt 10 Milliarden Euro vor. Als er dies verkündete, waren viele Analysten und Experten skeptisch. Derartige Gewinne sind wohl eher unrealistisch. Letztlich hat Ackermann aber offenbar wieder einmal Recht behalten: Schon im ersten Quartal kann die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von 3 Milliarden Euro verbuchen, was auch die 10 Milliarden im Gesamtjahr in erreichbare Ferne rückt. Bisher ist die Deutsche Bank also voll auf Kurs!

Investment-Banking und Privatkundengeschäft sind Gewinntreiber

Ackermann hat die richtige Strategie, meinten Aktionäre und Anleger, nachdem sie den gestrigen „Brief des Vorstandsvorsitzenden“ erhalten und studiert hatten. Das Investment-Banking ist bisher immer der stärkste Gewinntreiber gewesen. Dennoch war die Entscheidung zur Übernahme der Postbank offensichtlich richtig, denn nun steuert auch der nun viel breiter aufgestellte Privatkundensektor der Deutschen Bank entscheidende Beiträge zum Konzerngewinn bei. Auch die Bankenabgabe haben die Finanzexperten der Deutschen Bank auf ein Minimum reduzieren können. Wolfgang Schäuble wird es ärgern, Josef Ackermann sehr freuen.