Tagesanleihe: die Alternative zum Tagesgeld vom deutschen Staat

Samstag den 30.04.2011

Neben langfristig verzinsten und fest angelegten Staatsanleihen, die in etwa einem Festgeld-Produkt entsprechen, begibt die Bundesrepublik Deutschland auch Bundeswertpapiere als Tagesanleihen. Diese Tagesanleihen kommen dann durchaus den normalen Tagesgeld-Angeboten der Banken sehr nahe und können nach einem entsprechenden positiven Vergleich durchaus vorzuziehen sein. Vor der Wirtschafts- und Finanzkrise konnte die Tagesanleihe des Bundes die Tagesgeld-Angebote der Banken sogar übersteigen.  Mit einer Verzinsung von 4,6 Prozent im Oktober lag der Zinsgewinn deutlich höher als auf anderen Tagesgeld-Konten. Die Zinsen stürzten dann allerdings im Zuge der Finanzkrise auf ein äußerst niedriges Niveau ab und konnten sich seit dem nicht erneut wiederholen.

Zinsen auf Tagesanleihe derzeit niedrig – Zinswende aber erwartet

Die Vorteile des Bundeswertpapiers als Alternative zum normalen Tagesgeld-Konto liegen vor allem in der Absicherung durch die Bundesrepublik und den Zinseszinseffekt. Der Zinseszinseffekt ist bei der Tagesanleihe verstärkt, da die Zinsen hier täglich gut geschrieben werden. Bei den meisten Banken werden die Zinsen im Durchschnitt hingegen nur jährlich, höchstens vierteljährlich gutgeschrieben.

Hoher Zinseszinseffekt bei Bundeswertpapier

Ob die Zinsen auf das Tagesgeld der Bundesrepublik in Zukunft wieder steigen und das Bundeswertpapier damit zur attraktiven Alternative wird, ist noch nicht absehbar. Zu erwarten ist es allerdings trotzdem, da sich der Zins an den EZB-Leitzinsen orientiert und diese erst kürzlich von 1 auf 1,25 Prozent angehoben worden sind. Wer Sicherheit an die erste Stelle seines Investments setzt, ist bei den Bundeswertpapieren sicherlich gut aufgehoben. Ab einer Mindesteinlage von 50 Euro bis maximal 250.000 Euro pro Tag ist man mit dabei. Der Kauf erfolgt auf bequemem Weg per Überweisung, Telefon oder Brief.