Warren Buffett: Insider-Handel nicht mit Regeln vereinbar

Montag den 2.05.2011

Warren Buffett – er ist die Investorenlegende schlechthin. Der laut Forbes Liste drittreichste Mann der Welt und „Orakel von Omaha“, wie er auch genannt wird, wird derzeit von einem Skandal umrankt. Dabei ist Buffet eigentlich nicht für Skandale bekannt, legt er doch sehr hohe Maßstäbe an sein eigenes Verhalten an und ist für das Einhalten ethischer und moralischer Grundsätze bekannt. Doch jetzt wird sich die Frage stellen, inwieweit er auch standhaft bleiben kann. Der Skandal erinnert ein wenig an die beiden berühmten Filme „Wall Street“ mit Michael Douglas als Finanzhai Gordon Gecko. In den Filmen geht es um Insider-Handel, Größenwahn und Geldgier, wie sie letztlich möglicherweise auch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise verursacht haben.

„Regeln verletzt“: Buffett feuert Topmanager wegen Insider-Handel

Einer der Topmanagers Buffets hat nämlich offenbar einen Hang zum Insider-Handel gehabt, stieg in eine Aktie ein und überzeigt Buffet wohlmöglich anschließend davon, es ihm gleichzutun. Buffett tat dies und trieb allein schon mit seinem Einstieg den Kurs enorm in die Höhe, was seinem Topmanager mehrere Millionen einbrachte. Als dies bekannt wurde, feuerte Buffett seinen Manager kurzerhand. „Dies ist nicht mit unseren Regeln vereinbar“, ließ der Topinvestor als Begründung für diesen Schritt vermelden.

Konsequenz: kein Nachfolger für Warren Buffett mehr in Sicht

Dabei hat dies harte Konsequenzen: der Manager wurde lange Zeit als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge Buffetts an seinem Firmenimperium gehandelt. Diese Chance hat er sich jedoch nun genommen. Dem Imperium droht eine lange Schlacht um die Nachfolge Buffetts, der mit 80 Jahren möglicherweise irgendwann auch einmal ans Aufhören denken muss.