Basel III sorgt für Wettbewerb um Spareinlagen

Sonntag den 8.05.2011

Nicht nur die Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank sorgt aktuell dafür, dass Banken auf die Tagesgeldeinlagen tendenziell steigende Zinsen versprechen. Auch ein allgemeiner Trend sorgt dafür, dass die Geschäftsbanken immer stärker um die Spareinlagen von Kunden konkurrieren und somit – zum Vorteil der Sparer – ein stärker werdender Wettbewerb entsteht. Letztlich sind Kundeneinlagen bei den Banken natürlich eine wichtige Refinanzierungsmöglichkeit, neben der Refinanzierung über die Zentralbank. In den kommenden Jahren werden die Spareinlagen der Bankkunden allerdings auch noch eine andere wichtige Funktion einnehmen: Banken müssen ihre Eigenkapitalbasis stärken.

Basel III sorgt für Wettbewerb um Kundeneinlagen

Als Konsequenz aus der Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich nämlich neue Vorschriften zum Eigenkapital von Banken gemacht. Die Eigenkapitalbasis muss erhöht werden um in Zukunft etwaige Verluste durch eine krisenhafte Entwicklung besser selbst abfangen zu können. Das Risiko für staatliche Rettungsaktionen, die letztlich der Steuerzahler maßgebend finanziert, soll dadurch minimiert werden. Die Folge ist, dass Geschäftsbanken nun mehr Eigenkapital vorhalten müssen – und das können sie natürlich auch durch eine Erhöhung der Spareinlagen ihrer Kunden erreichen.

Tagesgeld-Zinsen können von Wettbewerb profitieren

Daher erklären zahlreiche Bankexperten, wie der Präsident des Bundesverbands deutscher Volks- und Raiffeisenbanken, dass es in Zukunft einen starken Wettbewerb um die Kundeneinlagen geben wird. Dies ist letztlich eine Entwicklung, die sich als Vorteil für die Bankkunden herauskristallisieren wird. Denn steigende Zinsen auf Spareinlagen, auch und insbesondere auf Tagesgeld und Festgeld, dürfen damit erwartet werden.