Tagesgeld-Zinsen sollen mindestens Kaufkraftverluste ausgleichen

Sonntag den 8.05.2011

Mit 2,4 Prozent p.a. hat sich die niederländische NIBC Bank aktuell an die Spitze des Tagesgeld-Vergleichs gesetzt, dicht gefolgt von Cortal Consors und der Bank of Scotland, die ihren Kunden das Tagesgeld derzeit mit 2,3 Prozent p.a. verzinsen. Bei der NIBC Bank hat man als Sparer nun sogar die Chance die Kaufkraftverluste, die man durch eine Inflationsrate von identischen 2,4 Prozent aktuell erfährt, zumindest auszugleichen. Dieser Aspekt wird von vielen Anlegern kaum berücksichtigt.

Tagesgeld-Zinsen sollen mindestens Inflationsrate entsprechen

Natürlich hat die EZB den Anlegern eine Zinserhöhung beschert und alle Trends deuten darauf hin, dass die Tagesgeld-Zinsen auch in Zukunft weiter anziehen werden – dennoch ist es bei den Tagesgeldkonten oftmals so, dass diese nur so gerade eine Verzinsung bieten, die die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes erfüllen, nicht aber eine effektive Geldvermehrung im Bezug auf die Kaufkraft zur Folge haben. Wer sein Geld also auf Tagesgeldkonten sicher zu einem attraktiven Zinssatz anlegt, sollte dennoch vorher immer prüfen, ob der Zinssatz denn zumindest der aktuellen Inflationsrate entspricht.

Alternative zum Tagesgeld meist nur Wertpapiere

Alternativ bleibt den meisten Geldanlegern sonst nur übrig, die Sparbeträge in Aktien oder Fonds zu investieren. Diese versprechen zumindest auf lange Sicht häufig ohnehin eine weitaus attraktivere Rendite als Tages- oder Festgeldkonten. Allerdings ist die langfristige Perspektive hier tatsächlich entscheidend. Zudem sei Privatanlegern, die nicht über tiefgreifende Kenntnisse der Portfoliooptimierung verfügen, immer wieder von vielen Bankexperten angeraten, nicht auf einzelne Aktien zu setzen, sondern auf Aktienfonds, wie etwa ETFs, die sich an der Basisentwicklung von verschiedenen Indizes orientieren.