Tagesgeld, Aktien oder Anleihe – Geldanlage in schwierigen Zeiten

Mittwoch den 11.05.2011

Privatanleger stehen aktuell vor der schwierigen Entscheidung, welche Geldanlage bei der derzeitigen Faktenlage rund um Schulden- und Staatskrisen, Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan sowie der stark expansiven Geldpolitik international, für sie die Richtige und vor allem Sicherste ist. In Punkto Sicherheit kann Anlegern wohl in jedem Fall das Tagesgeld als traditionelle Anlagemethode empfohlen werden. Im Zuge der Zinserhöhung der EZB steigen derzeit die Zinsen auf Tagesgeldkonten. In der Spitze kann man seine Spareinlagen zu Zinssätzen von 2,5 Prozent anlegen. Allerdings steigen mit der Wahrscheinlichkeit der weiteren Zinserhöhungen durch die EZB wohl auch die Anzeichen dafür, dass die Inflation im Euro-Raum und auch in Deutschland immer bedrohlicher wird.

Preiswertstabilität gefährdet Wert der Spareinlagen

So ist es dann wohl leider nur so, dass Anlagen auf Tagesgeldkonten so gerade den Kaufkraftverlust, den die Anleger durch die Inflation erleiden, wieder wett machen. Eine angemessene Rendite kann auf das Tagesgeld also unterm Strich nicht erwartet werden. Auch Anleihen, Corporate Bonds von Unternehmen oder Staatsanleihen, sind derzeit wohl für Privatanleger eine heikle Sache. Bei der aktuellen Lage fällt es schwer die Bonität der Schuldner der Anleihen noch korrekt einzuschätzen. Von Griechenland-Anleihen raten natürlich alle Experten derzeit ab – aber wie steht es beispielsweise um US-Staatsanleihen? Die Antwort darauf kann letztlich nur Spekulation sein.

Aktien beweisen sich als renditestark

Aus diesen Überlegungen heraus scheint sich der Trend in Richtung Aktieninvestments zu verschieben. Aktien stellen Sachwerte da und sind letztlich ein angemessenes Mittel um sich vor der Inflation zu schützen. Zudem geht es den meisten deutschen Unternehmen momentan tatsächlich richtig gut, die Aktienkurse haben sich erholt, die Dividendenausschüttungen sind enorm. Allerdings herrscht in Deutschland immer noch eine sehr verhaltene Stimmung gegenüber Aktien. Auch hier sitzt das Risiko natürlich ständig mit am gedeckten Tisch.