Insider-Aktivitäten als Entscheidungsparameter für Aktienanlagen

Sonntag den 22.05.2011

Das Verhalten von Insidern an der Börse ist immer ein spannender Indikator, den Privatanleger auch für ihre eigenen Investitionsentscheidungen nutzen können. Bei Insidern handelt es sich um Führungskräfte der börsennotierten Unternehmen, die ihre eigenen Aktienkäufe bei der Bundesaufsicht für Finanzen anzeigen müssen. Anschließend werden die Insider-Aktivitäten dann auch veröffentlicht und so jedermann zugänglich gemacht. Häufig  verhalten sich die Insider immer genau entgegengesetzt zu den in der Öffentlichkeit publizierten Empfehlungen.

Analystenempfehlungen vs. Insider-Informationen

In Wirtschaftszeitungen wie dem Handelsblatt oder der Financial Times Deutschland werden häufig Analystenempfehlungen abgedruckt. Diese geben den allgemein erwarteten Trend der Entwicklung der Aktienmärkte wider. Die wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung in Europa ist zwar ziemlich heterogen, wenn man einzelne Euro-Länder miteinander vergleicht, Deutschland steht als Exportnation allerdings mit seinem fulminanten Aufschwung weiterhin in herausragender Position dar. Der positive Trend wird sich auch in diesem Jahr noch weiter fortsetzen. Aus diesem Grund macht es Sinn, die Aktie X oder Y zu kaufen. Oft sind Analystenempfehlungen in dieser Form formuliert.

Insider haben Informationsvorsprung und Handlungsspielräume

Insider setzen allerdings andere Maßstäbe an, da sie über die internen Zahlen des Unternehmens und deren Geschäftstätigkeit vor der Öffentlichkeit informiert sind und damit einen Informationsvorsprung haben und über gewissen Handlungsspielraum hinsichtlich der privaten Investments verfügen. Besonders bei konjunktursensiblen Unternehmen empfiehlt sich jetzt ein Blick in die Insider-Barometer. Denn offensichtlich werden diese Unternehmen auch im weiteren Verlauf des Jahres steigende Kurse versprechen. Insider stiegen jedenfalls teils kräftig ein und untermauern damit die These, dass die besonders guten Zahlen aus dem ersten Quartal dieses Jahres noch nicht das Ende der Fahnenstange waren.