Standard & Poor’s: auch Italien droht die Herabstufung

Dienstag den 24.05.2011

Die Situation an der Deutschen Börse ist derzeit alles andere als stabil. Seit mehreren Tagen ist der Deutsche Aktienindex (DAX) mittlerweile auf Talfahrt – und das mit guten Gründen. Die Schuldenkrise der Peripherieländer in der Euro-Zone scheint sich zuzuspitzen. Seit Tagen dominiert die Diskussion um die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen Griechenlands die aktuelle Berichterstattung in den Medien. Aber nicht nur aus Griechenland kommen schlechte Nachrichten. Auch in Spanien wird seit Tagen protestiert, da vor allem der dortige Arbeitsmarkt in Folge einer erheblichen Immobilienblase mit anschließender Finanz- und Bankenkrise derzeit heftigen Problemen unterworfen ist. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ist ein bedrückendes Problem.

Standard & Poor’s Rating: nach den USA nun auch Italien

Zudem hat die Ratingagentur Standard & Poor’s wieder vor einer möglichen Herabstufung der Bonitätsnote gewarnt. Erst vor kurzem hatte sie dies im Bezug auf die Vereinigten Staaten von Amerika getan. Das dortige Haushaltsdefizit und der Schuldenstand hat solch immense Dimensionen angenommen, dass sich Standard & Poor’s genötigt sah, vor einer Herabstufung des Ratings für die USA zu warnen. Gleiches gilt nun auch für Italien.

Panische Reaktion: Italiens Problem ist das Wirtschaftswachstum

Italien ist allerdings in keinem Fall mit den USA zu vergleichen, was die Haushaltslage angeht. Aus diesem Grund, finden Börsenexperten, sind die Reaktionen der Märkte ein wenig überspitzt. Im Vergleich zu den USA sind die italienischen Privathaushalte nämlich kaum verschuldet. Im Vergleich zu Griechenland besitzt Italien eine stabile und sehr breit gefächerte Volkswirtschaft sowie ein ebenso gutes Bankensystem. Das einzige Problem, das die Lösung der Schuldenprobleme Italiens ein wenig in Zweifel zieht, ist das sehr schwache Wirtschaftswachstum