Tagesgeld-Konten: starker Wettbewerb unter den Banken

Dienstag den 14.06.2011

Das Tagesgeldkonto wird insbesondere von Privatanleger aktuell immer stärker in den engeren Kreis der Anlagemethoden gezogen. Hauptsächlich aufgrund der steigenden Zinsen auf Tagesgeldkonten, die momentan nicht mehr nur ausreichend Schutz gegen den Preisauftrieb und den damit einhergehenden Kaufkraftverlust in der Euro-Zone bieten sondern sogar eine geringfügige Rendite darüber hinaus versprechen. Die Aktienmärkte geben wegen der großen Unsicherheit über die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung in den Peripherieländern der Europäischen Union zur Zeit keine sicheren Investment-Strategien her. Da Privatanleger in der Regel auf ein sehr ausgewogenes Chancen-Risiken-Verhältnis setzen und meist lieber weniger Risiko als mehr Risiko eingehen, ist das Tagesgeldkonto eine sehr gute Möglichkeit, in dieser Zeit flexibel anzulegen.

Tagesgeldkonten wegen steigender Zinsen stark nachgefragt

Nicht nur die steigenden Zinsen auf das Tagesgeld führen dazu, dass Geldanleger das Tagesgeld verstärkt nachfragen. Auch der Wettbewerb der Banken um Neukunden spielt sicher eine große Rolle. Die Wirtschaftswoche (WiWo) sprach kürzlich sogar von einem ruinösen Preiskampf um Privatanleger. Tatsächlich ist momentan zu beobachten, dass sich die Banken im Bezug auf die Tagesgeldzinsen stark Konkurrenz machen. Erhöht ein Institut seine Zinsen auf das Tagesgeld, legt ein anderes Institut meist schnell konternd nach.

Ruinöser Preiskampf beim Tagesgeld schmälert Ertrag und damit Servicebereitschaft

Die Wirtschaftswoche beschreibt diesen Preiskamp unter Berufung auf Bankkreise als ruinös und deutet an, dass dies sogar ganze Banken in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte. Schließlich sparen die Geldhäuser derzeit an allen Ecken und Enden – auch beim Personal. Der Wettkampf diene zwar dem Kunden, führe aber offensichtlich zu dünneren Erträgen und damit zu nachlassender Servicebereitschaft.