30% der Sparer halten größere Barreserve zu Hause

Samstag den 18.06.2011

Noch nicht alle Sparer haben das Tagesgeldkonto als attraktive Anlageform entdeckt. Ganz im Gegenteil: aktuellen Studien zufolge verzichtet immer noch ein Drittel aller 18 bis 69 Jährigen auf das Anlegen ihrer Ersparnisse. Der Sparstrumpf oder die Aufbewahrung des Geldes unter Kopfkissen steht immer noch bei vielen hoch im Kurs. Nicht nur Direktbanken äußern regelmäßig in Kommentaren zu entsprechenden Studien, dass dies an sich keine gute Strategie ist. Einleuchtend müsste es auch den Sparern selbst sein, denn angesichts einer Inflationsrate von fast mehr als 2 Prozent verlieren die Ersparnisse geradezu täglich an Kaufkraft.

30 Prozent der 18-69jährigen horten Ersparnisse zu Hause

Die Gründe für das Horten der Ersparnisse zu Hause klingen aber dennoch verständlich: Etwa 14 Prozent aller Befragten einer repräsentativen Studie gaben an, dass das Bargeld in den eigenen vier Wänden ein Gefühl von Sicherheit geben würde. Elf Prozent halten ihren Sparstrumpf zu Hause für Notfälle und direkt über die Bar-Beträge verfügen zu können. Dabei sei angemerkt, dass es sich nicht etwa um kleine Beträge handelt. Viele Sparer haben Beträge im höheren vierstelligen Bereich als Barreserve zu Hause aufbewahrt.

Direktbanken warnen: Sparstrumpf und Kopfkissen keine guten Aufbewahrungsorte

Natürlich spricht gegen die Aufbewahrung von derartigen Mengen an Bargeld die Sicherheit. Am sichersten sind die Spareinlagen immer noch auf der Bank, denn zu Hause können sie mit größerer Wahrscheinlichkeit gestohlen oder beschädigt und damit unbrauchbar gemacht werden. Wichtig ist aber auch der Preiseffekt: Die Inflationsrate mindert die Kaufkraft. Legt man auf Tagesgeldkonten an, bleibt die Kaufkraft mindestens erhalten. In vielen Fällen steigt die Kaufkraft aber sogar preisbereinigt an.