Aufschwung: ausgeglichener Bundeshaushalt 2012 möglich?

Montag den 20.06.2011

Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble darf sich gleich doppelt über die positiven Nachrichten vom deutschen Arbeitsmarkt freuen. Denn nicht nur der kräftige Aufschwang sorgt dafür, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt derzeit eine sehr positive Entwicklung unterzieht. Auch die Steuereinnahmen steigen im Zuge des Aufschwungs und im Zuge der steigenden Beschäftigung.

Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich sehr positiv

Der Ausblick ist auch weiterhin positiv: Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen legt bis dato immer noch zu. Die Erwerbstätigkeit ist angestiegen und bis 2012 darf sogar eine Arbeitslosenquote von unter 7 Prozent anvisiert werden. Die Rückführung von Kurzarbeitsverhältnissen in die normale Beschäftigung verspricht steigende Lohnsummen und damit steigende Lohnsteuereinnahmen. Gepaart mit vielen anderen Faktoren, die im Zuge eines derartigen kräftigen Wirtschaftsaufschwungs ebenfalls positive Entwicklungen zeigen, beschert dies Wolfang Schäuble eine regelrechte Einnahmenflut. Bis 2012, so rechnen jetzt optimistische Experten vor, könnte der Bundeshaushalt sogar ausgeglichen sein.

Ausgeglichener Bundeshaushalt schon 2012?

Dieses Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushaltes hatte als letzter Finanzminister einst Peer Steinbrück, studierter Volkswirt, in Angriff genommen. Ihm kam letztlich die Finanzkrise dazwischen, die mit erheblichen Ausgaben verbunden war. Was aus seiner Ära geblieben ist, ist allerdings die Steinbrück-Liste mit zahlreichen Vorschlägen, wie man den Staatskonsum zurückfahren kann. Sprich: auch mal auf der Ausgabenseite kürzen, statt immer nur die Einnahmenseite durch Steuer- und Abgabenerhöhungen weiter ausbauen.