Problem USA: Staatsverschuldung, schwächelnde Wirtschaft und anziehende Inflation

Donnerstag den 23.06.2011

Die wirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika wird immense Auswirkungen auch auf die deutschen Finanz- und Kapitalmärkte haben. In der Krise mit Konjunkturpaketen von noch nie dagewesenen Umfängen gestützt, entwickelt sich die amerikanische Wirtschaft derzeit nur sehr schwach. Der erhoffte und ersehnte starke Aufschwung ist bislang ausgeblieben, noch dazu nimmt die Inflation zu und stellt damit die Federal Reserve vor ein echtes Dilemma.

Starker Aufschwung in USA bleibt bislang aus

Ben Bernanke, der Chef der US-Amerikanischen Notenbank Federal Reserve, hatte sich eigneltihc erhofft, dass als Folge der zahlreichen Anleiheankaufprogramme seiner Notenbank inklusive der noch immer sehr expansiven Geldpolitik die Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres 2011 um mindestens 4 Prozent zulegen würde. Tatsächlich blieb sie aber mit gerade einmal 2 Prozent Wachstum weit hinter den Erwartungen zurück. Doch nicht nur die immer noch schwächelnde Wirtschaft belastet derzeit die Stimmung – auch an den deutschen Finanzmärkten.

Staatsverschuldung: Streit um neue Schuldenobergrenze

Auch die stetig weiterwachsende Staatsverschuldung der USA wirkt sehr bedrückend. Schließlich müssen sich die Parteien noch rechtzeitig auf eine Anhebung der gesetzlich festgelegten Schuldenobergrenze einigen. Schaffen sie dies nicht, könnte die USA schon sehr bald technisch zahlungsunfähig sein was höchstwahrscheinlich eine tatsächliche Rating-Herabstufung mit all ihren Konsequenzen zur Folge hätte. Die Entwicklung in den USA wird in den kommenden Wochen entscheidend für die Stimmung an den deutschen Aktien- und Kapitalmärkten sein. Privatanleger, die in entsprechend von dieser Entwicklung beeinflusste Anlageprodukte investiert sind, sollten ein Auge darauf haben