2,4 Prozent Inflation: Wie Tagesgeldkonten vor Geldentwertung schützen

Donnerstag den 28.07.2011

In diesen Tagen ist wieder ein Gespenst durch die Nachrichten gegeistert: das Gespenst der Inflation geht um. Die Meldungen besagen, dass in Deutschland ein Preisauftrieb von 2,4 Prozent gemessen wurde, was zuletzt ein Grund dafür ist, warum Anleger verstärktes Interesse an Tagesgeldkonten zeigen. Tagesgeldkonten zahlen derzeit etwa einen Zins in gleicher Höhe, was wenigstens die Geldentwertung verhindert. Aber wie werden die Inflationsraten für Deutschland und die Euro-Zone eigentlich berechnet? Dies übernimmt das Statistische Bundesamt.

Inflation bei 2,4 Prozent: Tagesgeldzinsen schützen vor Geldentwertung

Die Statistiker des Statistischen Bundesamtes haben einen Warenkorb mit über 700 Gütern zusammengestellt, auf die die Deutschen für den täglichen Bedarf angewiesen sind. Insgesamt werden über 300.000 Preise dieser Güter und Dienstleistungen sowie deren Entwicklungen genau beobachtet und bemessen. Güter und Preise, die in den Rahmen des täglichen Bedarfs fallen, sind hauptsächlich Nahrungs- und Lebensmittel, die Mieten, Ausgaben für Energie, Bildung, Verkehrsmittel und Mobilität, Gesundheit, Einrichtungsgegenstände, Urlaub und Reisen, aber natürlich auch die Ausgaben für Alkohol oder Tabak. All diese Güterpreise gehen in die Berechnung des Verbraucherpreisindexes (VPI) ein.

Statistisches Bundesamt berechnet Verbraucherpreisindex als Inflationskennzahl

Die unterschiedlichen Gütergruppen im Warenkorb des Statistischen Bundesamtes erhalten zudem eine gewisse Gewichtung. Die Preisentwicklung der einzelnen Preise wird dann gemessen und entsprechend der Gewichte zu einem Durchschnitt gemittelt. Dies entspricht dann der Inflationsrate nach Messart des Statistischen Bundesamtes.

Inflation und Auswirkungen auf die Spareinlagen

Der Zusammenhang zwischen der Inflationsrate und den Zinsen auf Spareinlagen ist simpel: Liegt die Inflation über dem Zinssatz, mit dem sich die Spareinlagen verzinsen, dann werden die Einlagen letztlich um die Höhe der Inflationsrate entwertet. Wählt man eine Anlageform, wie etwa ein Tagesgeldkonto, auf dem man Zinsen erhalten kann, die über der Inflationsrate liegen, kann man sich gegen den Kaufkraftverlust seines Vermögens schützen.