Panikverkäufe an den Börsen – muss Realwirtschaft zittern?

Montag den 8.08.2011

Nach vorausgegangener Ankündigung folgt nun das Machtwort: Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Vereinigten Staaten von Amerika am vergangenen Freitag herabgestuft und den USA damit die Bestnote von AAA entzogen. Die neue Einstufung der USA von Standard & Poor’s lautet: AA+. Dieser Schock kam erreichte die Börsenwelt erst am Freitag Abend, was eine direkte Reaktion auf diese Information natürlich nicht möglich machte. Dafür reagierte die Frankfurter Börse in Deutschland heute mit erheblichen Kurseinbrüchen beim Leitindex DAX. Schon im Vorfeld waren in Asien und vor allem auch in den USA selbst die Börsen eingebrochen. Die Befürchtung des schwarzen Montags hat sich heute offensichtlich doch noch bewahrheitet.

USA von AAA auf AA+ herabgestuft

Die Panikverkäufe von Aktien wurde am Nachmittag dann noch durch die Herabstufung der US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac befeuert. S & P’s senkte deren Ratings als Konsequenz ihrer Herabstufung der USA, da der Staat bei den Banken mit erheblichem Anteil beteiligt ist. Dies löste jedoch Panik aus und ließ die Aktienkurse in den USA fallen. Insbesondere die Bank of America musste zweitweise Kursverluste von bis zu 15 Prozent hinnehmen. Viele Anleger und Händler an den Börsen wurden von den Vorkommnissen im Rahmen der Finanzkrise 2008 wieder eingeholt. Zumindest fühlten sich viele daran erinnert, wie Nachrichtensender nach Interviews festhielten.

Erinnerungen an die Finanzkrise 2008 werden wach

Ob auch die Realwirtschaft von den Kursstürzen in der Finanzkrise betroffen sein wird, ist aktuell noch nicht abschätzbar. Was jedoch feststeht ist, dass der Deutsche Aktien Index DAX immer ein recht zuverlässiger Frühindikator für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung war. Börsenexperten sagen jedoch, dass die aktuellen Turbulenzen an den Börsen nichts mit der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen in Deutschland zu tun haben. Wer Aktien von Unternehmen besitzt, von denen er überzeugt ist, müsse nicht verkaufen. Die deutschen Unternehmen seien stärker aufgestellt als je zuvor.