Tagesgeld: der Rettungsanker im Depot

Montag den 22.08.2011

Seit etwa drei Wochen erleben die Börsen eine rasante Talfahrt. Kurseinbrüche von bis zu 30 Prozent müssen einige Anleger am Aktienmarkt verkraften und sind derzeit verstärkt auf der Suche nach den richtigen Rettungsankern für ihr Depot. Dabei kam nun heraus dass auch Tagesgeldkonten eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur als Rettungsanker werden Tagesgeldkonten von Anlegern gern genutzt, auch als Liquiditätsreserve spielen sie eine wichtige Rolle. Denn die Einlagen auf den meisten Konten der Tagesgeldanbieter sind täglich verfügbar. Nur teilweise sind noch Budgetrestriktionen vorhanden.

Tagesgeld gehört als Rettungsanker ins Depot

Die meisten Tagesgeldangebote liegen derzeit mit Zinssätzen zwischen 2 und 2,6 Prozent p.a. ungefähr auf dem Niveau der aktuellen Inflationsrate in der Europäischen Union. Damit kann bei der Anlage auf einem Tagesgeldkonto zumindest der Kaufkraftverlust durch die inflationäre Tendenz ausgeglichen werden. Nutzt man Tagesgeldkonten, die einen sehr hohen Zins versprechen, kann man sogar einen kleinen Gewinn nach Steuern verbuchen. In den meisten Fällen muss man für die höheren Zinsen auf das Tagesgeld allerdings dann einige Konditionen in Kauf nehmen. Zum Beispiel könnte die Eröffnung oder der Umzug eines Wertpapierdepots eine derartige Kondition, die den erhöhten Zins verspricht, sein. Dies kommt nicht immer für alle Anleger in Frage, daher ist und bleibt das Tagesgeldkonto für Profianleger wohl auch nur ein Rettungsanker.

Fonds und Gold sollten ebenfalls im Depot vertreten sein

Der wichtigste und von den Anlegern zumeist auch zuallererst gewählte Rettungsanker ist Gold. Der negativ Zusammenhang zwischen der Entwicklung an den Aktienmärkten und der Entwicklung des Goldpreises ist kein Zufall. Gold wird immer noch als die sicherste Form der Anlage gehandelt und konnte in den letzten drei Wochen im Gegensatz zum Aktienmarkt satte Kurszuwächse verbuchen. Auch Investmentfonds werden teils empfohlen. Hier gilt es allerdings, genau zu selektieren und mich viel Hintergrundwissen und Analyse auszuwählen.