ZEW und Ifo-Index schicken Börsen weiter auf Talfahrt

Mittwoch den 24.08.2011

Die Aktienmärkte gelten immer als Frühindikatoren für die konjunkturelle Entwicklung. Zeigen die Aktienkurse über einen längeren Zeitraum robust nach unten, kann gemutmaßt werden, dass auch die Realwirtschaft in eine konjunkturelle Abkühlung driftet. Diese Annahme könnte möglicherweise auch durch den Ifo-Geschäftsklimaindex unterstützt werden, der heute eine recht trübe Stimmung in den deutschen Unternehmen wiedergab.

Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im August auf 108,7 Punkte

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist rückläufig. Etwa vier Zähler verlor der Index im Vergleich zum Vormonat und spiegelt damit eine recht zurückhaltende Stimmung in den deutschen Unternehmen wieder. Unsicherheit macht sich demnach also auch verstärkt in der Realwirtschaft breit, was natürlich im Bezug auf die Konjunktur kein gutes Zeichen ist. Auch das Konjunkturbarometer des ZEW Mannheim hat eine ähnliche Aussagekraft in den vergangenen Tagen entfaltet, was zu weiteren Kursverlusten an den Börsen führte. Die Veröffentlichung des Ifo-Index hingegen konnte die Börsianer nun nicht mehr in dem Ausmaße schocken. Diese Schocks sind mit den Kursrückgängen als Konsequenz der Veröffentlichung des ZEW-Indexes abgegolten.

Talfahrt an den Börsen: trübe Stimmung in der Realwirtschaft

Der Zenit der Konjunktur, da sind sich viele Börsianer und Experten einig, scheint überschritten. Die konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Monaten wird damit eine recht spannende werden. Die Veröffentlichung des Herbstgutachtens (Gemeinschaftsprognose) wird von einigen schon mit Spannung erwartet. Dieses Gutachten fasst zweimal jährlich die aktuelle wirtschaftliche Lage zusammen und versucht eine Prognose für die kommenden Monate nebst einem Trendausblick abzugeben. Die Gemeinschaftsprognose dient vielen Börsianern als Richtungsweiser für ihre Anlageverhalten.