Schweizer Großbank UBS muss 1,5 Milliarden Euro Verlust hinnehmen

Donnerstag den 15.09.2011

Von der Schweizer Großbank UBS gibt es heute wieder schlechte Nachrichten: Wegen Geschäfte eines Investmentbankers der Bank, die nicht genehmigungsfähig sind, muss die Großbank voraussichtlich einen Verlust in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, was etwa 1,5 Milliarden Euro entspricht, verbuchen. Dieses Vorkommnis hat nicht nur die Festnahme eines 31jährigen in London zur Folge sondern auch einen erheblichen Einbruch der UBS-Aktie. Im dritten Quartal dieses Jahres muss die Bank aufgrund dieses erheblichen Verlusts wohl auch insgesamt einen Verlust ausweisen. Einlagen von Kunden der Bank seien von diesem Einbruch im Investmentgeschäft aber nicht betroffen.

Schweizer Großbank UBS muss Verlust von 1,5 Milliarden verbuchen

Diese Nachricht ist ein schwerer Rückstand für die Bank, die schon im Rahmen der Finanzkrise erhebliche Herausforderungen zu bewältigen hatte. Die Bank ist letztlich auch vom Schweizer Staat gerettet worden, da im Jahr des Ausbruchs der Krise 2008 und im Vorjahr ein Verlust von fast 30 Milliarden Franken hingenommen werden musste. Nicht zuletzt ist auch deshalb der Gewinn nach Steuern in diesem Jahr 2011 (erstes Halbjahr) um fast 4 Milliarden Franken gesunken. Besonders brisant ist die heutige Meldung, da in Zukunft der ehemalige Chef der Bundesbank, Axel Weber, an der Spitze des UBS-Verwaltungsrates stehen soll. Weber hatte sich in seiner alten Funktion immer wieder gegen Ankäufe von Staatsanleihen durch die EZB ausgesprochen, weshalb er vermutlich nicht mehr für die Übernahme des EZB-Spitzenpostens in Frage kam.

Bank-Aktien haben aktuell schweren Stand

Aufgrund der Diskussionen um eine mögliche Staatspleite Griechenlands sind die Bank-Aktien insgesamt unter Druck und mussten in den letzten Tagen erhebliche Kurseinbrüche hinnehmen. Die Aktien der französischen Banken befanden sich im freien Fall, da diese Banken sehr große Positionen in griechischen Papieren halten.