Große Angst vor Staatspleite Griechenlands

Montag den 19.09.2011

Die Angst vor der Staatspleite Griechenlands wird immer größer. Aber nicht nur bei den Gläubigern, sondern vor allem auch bei den Griechen selbst, die sich nun wieder einem harten politisch verordneten Sparkurs unterziehen müssen. Der griechische Finanzminister Venizelos hat dies jetzt erneut angekündigt und damit letztlich auch schwere Proteste der Griechen in der Hauptstadt Athen hervor gerufen. Europaweit nimmt die Angst vor der Zahlungsunfähigkeit Griechenlands immer weiter um. Die Aktienmärkte sind erneut eingebrochen und es bestehen große Zweifel daran ob die Troika den Griechen das benötigte Siegel ausstellen wird, dass sie alle Anforderungen der Hilfszahlenden hinsichtlich Sparkurs erfüllen.

Angst vor Staatspleite Griechenlands nimmt weiter zu

Um die Arbeit der Troika, bestehend aus Mitarbeitern des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Union besteht ohnehin Unklarheit. Schließlich waren die Prüfer bereits einmal in Griechenland, haben dann das Land jedoch früher als angekündigt wieder verlassen. Dies verursachte Spekulationen, die Griechen würden die Auflagen nicht ordnungsgemäß erfüllen und die Zahlung einer weiteren Hilfstranche stünde ernsthaft in Frage. Ob die Prüfer nun aber den Weg zurück nach Griechenland finden ist bis heute unklar.

Troika prüft die Sparbemühungen Griechenlands

Vor Vorstellung des Prüfergebnisses wurden bereits schon Zweifel laut. Die Troika würde auch nochmals bezweifeln, dass die Griechen die geplanten Sparanstrengungen tatsächlich auch durchsetzen würden. Finanzminister Venizelos jedoch kämpft erheblich gegen diese öffentlich herrschende Meinung an. Er sagt, die Politiker Griechenlands seien mit der Umsetzung der Maßnahmen zwar spät dran, dennoch würde mit aller Härte alles daran gesetzt, die Reformen durchzusetzen, die die letzten Jahrzehnte lang versäumt wurden. Ob es bei diesen bloßen Ankündigungen bleibt oder tatsächlich politische und finanzielle Erfolge erzielt werden können, die auch die Troika überzeugen, bleibt abzuwarten.