Gewinnziele der Deutschen Bank wanken

Mittwoch den 21.09.2011

Nachdem bereits in den vergangenen Tagen schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor durch die Presse geisterten rückt nun auch die Deutsche Bank in den Mittelpunkt des Interesses. Nachdem die Schweizer UBS Bank etwa 1,5 Milliarden im Investmentbanking durch einen einzelnen Banker verloren hatte und damit in diesem dritten Quartal des Jahres 2011 wohl einen Verlust ausweisen muss, hat nun auch die Deutsche Bank langsam aber vorsichtig Abstand von ihrem für 2011 prognostizierten Gewinnzielen genommen.

Gewinnziele der Deutschen Bank wanken

Angestrebt war laut Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, ein Vorsteuergewinn von 10 Milliarden Euro. Krause teilte heute jedoch in Frankfurt mit, dass die Bank derzeit „ganz schön schwitze“ und sich das Umfeld dramatisch verschlechtert. Begutachtet man die Aktie der Deutschen Bank kann man einen erheblichen Kursrückgang in den letzten Wochen feststellen. Dies ist nicht nur mit der allgemeinen Unsicherheit über die Geschehnisse in der Eurozone zu begründen sondern hat natürlich auch den Branchen-Effekt der Finanzindustrie, die von der Eurokrise natürlich am ersten und wohlmöglich von den Auswirkungen her auch am schwersten getroffen werden könnte. Nach den Äußerungen des Finanzchefs der Deutschen Bank heute hätte man auch Kursrückgänge erwarten können. Diese traten jedoch nicht ein, die Aktie stand sogar leicht im Plus.

Auch Commerzbank unter Druck: Gewinnziele für 2011

Die Commerzbank ist in einer vergleichbaren Lage wie die Deutsche Bank, was ihre Gewinnziele für dieses Jahr angeht. Sie plante für das Jahr 2011 zwar nur einen Vorsteuergewinn von 2 Milliarden Euro im Kerngeschäft an, hatte aber für das kommende Jahr höhere Erwartungen. Blessing, der Vorstandschef der Commerzbank, stellte jedoch nun beide herausgegebenen Gewinnziele unter Vorbehalt.