Tagesgeld-Zinsen covern die Inflation

Samstag den 15.10.2011

Die Inflation in Deutschland ist weiter gestiegen: aktuell bestätigen Experten hat die Inflation mit einer Rate von 2,6 Prozent ihren vermeintlichen Höhepunkt erreicht. Die Europäische Zentralbank werde vermutlich keine gegensteuernden Maßnahmen ergreifen, da damit gerechnet werde, dass die Preissteigerungsrate schon bald wieder abnimmt. Dafür sei letztlich auch die sich abschwächende konjunkturelle Entwicklung verantwortlich. Für Sparer, die ohnehin in Anbetracht der Finanz- und Schuldenkrise Sorgen um ihre Ersparnisse haben, ist dies nur ein schwacher Trost. Schließlich bieten auch die Tagesgeld-Produkte, die als vergleichsweise sichere Häfen bei der Geldanlage gelten, nicht mehr Zinsen als die Inflationsrate.

Tagesgeld-Zinsen entsprechen der Inflationsrate

Mit einem Tagesgeldkonto können Anleger also gerade den Kaufkraftverlust durch die Inflation ausgleichen, allerdings keine Rendite mehr erzielen. Dies gilt auch nur, wenn Tagesgeldangebote in Anspruch genommen werden, die eine Rendite von 2,6 Prozent p.a. oder mehr versprechen und darüber hinaus möglichst komfortable Konditionen für Anleger bieten. Zu den Anbietern zählen unter anderem die BMW Bank, die Bank of Scotland oder die niederländische Direktbank NIBC direct. Wer auf Rendite aus ist, begibt sich in allen Feldern auf dünnes Eis. Experten raten zu möglichst breit investierten Portfolios aller Asset Klassen. Staatsanleihen scheiden in Anbetracht der Schuldenkrise jedoch fortan als sichere Anlageklasse aus, da die Entwicklungen in diesem Bereich aktuell nicht absehbar sind.

Ratings von Banken rücken stärker in den Fokus

Die Aktivität von Ratingagenturen beginnt langsam aber sich auch das Interesse von Tagesgeld-Kunden zu beanspruchen. Im Zuge der Schuldenkrise Europas werden nicht nur die Aussichten von Staaten durch Ratingagenturen gesenkt oder herabgestuft, sondern auch die derer Banken. Letztlich müssen die Banken nämlich Prozeduren erarbeiten, wie sie mit möglichen Verlusten aus Staatsanleihen umgehen. Dies könnte auch die Banken erneut in eine Krise stürzen. Die gesetzlichen Einlagesicherungsfonds, die bei vielen Anbietern jedoch Einlagen sichern, sollten allerdings als Sicherheit gelten.