Tagesgeld: Vorsicht bei Lockzinsen!

Montag den 2.04.2012

Die Zinsen für Tagesgeldkonten sind in diesen Monaten bei weitem nicht so hoch, wie Anleger es sich wünschen wurden. Dennoch ist immer wieder von Tagesgeldern zu lesen, bei denen die Zinsen über drei Prozent liegen – zumindest wenn man sich die Werbeanzeigen so ansieht. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten. Aktuell liegen die Zinsen für Tagesgeld bei unter drei Prozent- Wenn mit einer Verzinsung von mehr als drei Prozent geworben wird, hängt dabei meist irgendein Haken quer, auf den Verbraucher unbedingt achten sollten.

Wie ein Blick auf den aktuellen Tagesgeld-Vergleich zeigt, liegen die Zinsen für Tagesgeldkonten um die 25 Basispunkte niedriger als drei Prozent. Höhere Zinsen sind derzeit nur für den Preis der mangelnden Sicherheit der Einlagen zu haben, was wir jedoch nicht gerade für empfehlenswert halten.

Denn vor allem die Sicherheit ist es, die einen Vorteil bietet beim Tagesgeld. Europaweit sind die Spareinlagen auf einem solchen Konto bis zu 100.000 Euro je Kunde abgesichert dank der gesetzlichen Einlagensicherung jedes EU-Landes. Manche Banken bietet darüber hinaus eine Absicherung an, wie zum Beispiel die Bank of Scotland, bei der es aktuell 2,60 Prozent Zinsen plus ein Startguthaben von 30 Euro für Neukunden gibt bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos. Die Bank of Scotland ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken und sichert ihre Kunden dabei mit bis zu 250.000 Euro ab.

Beim Tagesgeld sollte deshalb möglichst abgewogen werden, wie viel Sicherheit vorhanden ist – denn die Zinsen allein machen nicht alles aus. Denn viel zu schnell ist mit zu wenig Absicherung der größte Teil des Ersparten weg. Und dann ist das Ärgern darüber groß, dass auf Lockzinsen geachtet wurde, denn auf die wirkliche Sicherheit des gesparten Geldes.