Mittelfristig werden die Tagesgeldzinsen wieder steigen!

Freitag den 6.09.2013

Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht, so wird die Zinswende doch kommen! Gerade Sparer, die auf das Tagesgeld als Sparmöglichkeit setzen, lassen sich immer wieder auch gerne verunsichern. Da kommen Zinssenkungen, oder die Zinsgarantie wird verkürzt, oder gar beides. Doch mittelfristig werden die Tagesgeldzinsen wieder steigen – und das dürfte die Sparer früher oder später richtig freuen.

Auch wenn die Realverzinsung derzeit alles andere als gut ist und Milliarden Euro von Kundeneinlagen regelrecht vernichtet werden aufgrund niedriger Zinsen, so haben Sparer doch die Wahl, sich vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos die Konditionen mit den Tagesgeldern anderer Banken zu vergleichen. Und wer dann immer noch zu einem Tagesgeld mit sehr niedrigen Zinsen neigt, vielleicht weil die Kontoführung bei der eigenen Hausbank so schön einfach erscheint, der ist letztlich auch selbst schuld, wenn dann unter dem Strich eine Realverzinsung von minus 1,00 Prozent oder mehr dabei herauskommt.

Wer sich als Sparer jedoch die Zeit nimmt, und sich hinsetzt, in Ruhe die zahlreichen Anbieter von Tagesgeldkonten auf ihre Konditionen hin zu vergleichen, der stellt schnell fest, dass in der Spitze beim Tagesgeld derzeit Zinsen von bis zu 1,40 Prozent p.a. bis zu 1,50 Prozent p.a. möglich sind. Damit ist auch gleichzeitig in etwa die aktuelle Inflationsrate (lag im August 2013 nach voraussichtlichen Berechnungen bei 1,50 Prozent) gedeckt und der Sparer selbst kommt mit einem knappen bis gar nicht vorhandenen Minus raus mit seinem Tagesgeldkonto.

Das Wichtigste ist deshalb immer das, das an erster Stelle stehen sollte, bevor ein Tagesgeldkonto eröffnet wird: vergleichen, vergleichen, vergleichen. Dann bekommt man die besten Konditionen, die in der jeweiligen Zinsphase möglich sind, und schaut nicht in die Röhre, weil sein Tagesgeld bei seiner eigenen Filialbank nur negativ verzinst vor sich hindümpelt.

Der Sparer ist damit beim Tagesgeld selbst am längeren Hebel. Entscheidet er sich für einen Anbieter, der Zinsen im unteren Bereich des Tagesgeld-Ranking bietet, wird sich diese Bank kaum bemüßigt sehen, die Zinsen zu erhöhen – die Kunden kommen (oder bleiben) ja von selbst. Wechselt man hingegen von einem solchen Anbieter, der sein Tagesgeldkonto mäßig verzinst zu einem der jeweils aktuellen Topanbieter in diesem Bereich, merken die Banken mit dem Geiz zu höheren Zinsen früher oder später, dass sie so nicht mehr landen können. Und eher ihre Kunden verlieren, als auch noch neue Kunden an sich zu binden. Der Sparer selbst ist damit auch ein Teil auf dem Weg zur Zinswende, nur oftmals hat er seine eigene Stärke noch gar nicht erkannt – oder unterschätzt sie bislang.

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